




Der Augustusplatz ist mit über 40.000 m² der größte Innenstadtplatz Europas.
Seit dem Mittelalter zeigte er sich mit unterschiedlichen Gesichtern, bis
er im zweiten Weltkrieg mit seiner umliegenden Bebauung fast vollständig zerstört
wurde. Direkt nach Kriegsende, am 1. August 1945, benannte man ihn in Karl-Marx-Platz
um. Eine Wiederherstellung fand jedoch zunächst nicht statt. Erst 1959 wurde
aufgrund eines Beschlusses des ZK der SED eine komplette Neugestaltung begonnen,
der im Jahr 1968 sogar die Paulinerkirche zum Opfer fiel.
Als Abschluss einer Reihe von Neubauten wurde von 1977 bis 1981 an der Südseite
das Neue Gewandhaus errichtet und der Platz am 29. Juni 1982 mit dem restaurierten
und wiederaufgebauten Mendebrunnen feierlich eingeweiht. Im Herbst 1989 werden
die in der Nikolaikirche stattfindenden Friedensgebete und die sich anschließenden
Montagsdemonstrationen auf dem Leipziger Ring der Auslöser für die friedliche
Wiedervereinigung Deutschlands. Die Bilder vom Zielort der Demonstrationen
- dem Augustusplatz - gehen um die Welt.
